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Rasieren in der Geschichte - vom menschlichen Stolz bis zur religiösen Demütigung

Ich rasierte mich immer mit einem Rasierapparat. Damit hatte ich jedoch niemals ein sehr glattes Ergebnis. Meine Haut war oft rot und irritiert. Ein Rasiermesser in Kombination mit Razoli war eine enorme Verbesserung. Schneller, glatter und keine Irritationen.

Bart Maes, Bart Maes, Gründer von Amanprana, Brasschaat, Belgien

Die Geschichte der Rasur bringt uns zurück in die Steinzeit. Die Neandertaler entfernten die Haare mittels einer Art des Epilierens in der Form von Tätowierungen. Ungefähr 30.000 v. Chr. wurde das erste Einweg-Rasiermesser erfunden. Dieses „Flint“ war ein scharfer Gegenstand, das zielgerichtet funktionierte, jedoch sehr schnell stumpf wurde. Damit kerbte man die Haut ein. Danach wurden die Kerben mit Pigmenten behandelt. Auf diese Weise entstand eine Tätowierung.

Die ersten Abbildungen von Männern ohne Bart finden wir in der Zeit der ersten ägyptischen Dynastien. Bei den Ägyptern gehörte die Entfernung der Haare auf dem ganzen Körper zu einer zwanghaften Hygiene und war ein Sinnbild der Schönheit, Jugendlichkeit, Reinheit und des höheren Status.

Im Jahr 1895 entwarf Camp Gillette die zweiseitige Einweg-rasierer
Alexander der Große rasierte seinen Bart und Griechenland begann einen neuen Trend der Rasur Bärt.
Dalai Lama mit rasiertem Bart und Glatze.
Im Jahr 1895 entwarf Camp Gillette die zweiseitige Einweg-rasierer Alexander der Große rasierte seinen Bart und Griechenland begann einen neuen Trend der Rasur Bärt. Dalai Lama mit rasiertem Bart und Glatze.

Sowohl bei Männern, wie auch bei Frauen und Kindern, wurde die Kopfhaut kahl rasiert. Die Ägypter trugen eine Art Perücke, um sich gegen die Sonne zu schützen oder als Modetrend. Seife war kaum erhältlich, um sich in der Hitze gegen Kopfläuse, Infektionen oder Krankheiten zu schützen. Es war also viel einfacher und hygienischer, um so viel wie möglich Haare zu entfernen. Die Beine und intimen Körperteile wurden aus dem gleichen Grund ebenfalls kahl rasiert. Die damals verwendeten Rasiermesser waren aus Gold gefertigt. Nach der Rasur wurde die Haut mit angenehm duftenden Ölen gepflegt, um die Haut zu balsamieren, parfümieren, pflegen und zu schützen. Im Laufe der Geschichte hatte der Bart eine sozial-kulturelle Bedeutung, wohl oder nicht einen Bart tragen und die Form des Bartes hatte bestimmte Bedeutungen. Ein Bart wurde in verschiedenen Kulturen und Perioden stets wieder auf andere Weise geschätzt. Durch die entsprechende Bedeutung war (und ist) es sicherlich oft keine Frage der freien Wahl, ob und wie man einen Bart trug. Die Rasur eines Bartes bei einem besiegten Feind konnte bei bestimmten Religionen sehr demütigend sein. Bei den Römern jedoch wurde die Rasur als Symbol der Jugendlichkeit beschaut. Bei den Franken und Germanen war es ein Brauchtum, einen besiegten König oder Prinzen kahl zu rasieren und seinen Bart zu entfernen. Die Rasur bedeutete eine Schande und Demütigung. Im mazedonischen Zeitalter war der Bart ein Symbol der Weisheit. Nur Philosophen und alte Männer durften einen Bart tragen. Im Europa des späten Mittelalters wurde kaum noch ein Bart getragen, lediglich Rechtsgelehrte und alte Männer trugen noch einen Bart. Alexander der Große ließ den Bart seiner Mannschaften rasieren, damit der Gegner den Bart während des Streites nicht greifen konnte. Heutzutage ist ein Bart in Europa im Allgemeinen eher ein Modetrend. Die Rasur in einer bestimmten Form oder die Rasur und Pflege der intimen Körperstellen ist ein Teilbereich unserer täglichen Hygiene, Pflege und unseres Komforts.

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