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Amanprana besucht einen Safranzüchter in Jiloca, Spanien

Abreise zum Safranzüchter in Monreal del campo

Am Donnerstag, dem 1. November 2012 haben wir uns um 9 Uhr mit José María verabredet, beim Parkplatz von El botero, einer Bar und einem Hotel in Monreal del Campo, nicht weit von seinem Safranfeld entfernt. Monreal del Campo liegt halbwegs zwischen Madrid und Barcelona und ebenfalls halbwegs zwischen Valencia und Zaragoza.

Amanprana besucht José Maria und seine Familie, biologische Safranzüchter
Amanprana besucht José Maria und seine Familie, biologische Safranzüchter

Erklärung des Namens Azafran de Jiloca

Unterwegs entdecke ich die Herkunft des Namens Azafrán de Jiloca. Der Jiloca ist ein Seitenarm des Flusses Ebro und strömt durch Monreal del Campo.

Die Safranernte

Die Frau und zwei Söhne von José María waren bereits auf dem Feld. Während der Ernteperiode fangen sie um 7 Uhr morgens mit der Arbeit an. Sie müssen so früh anfangen, damit sie die geöffneten Blumen bereits vormittags pflücken können. Die Qualität des Safrans hängt nämlich auch von einer schnellen Ernte während des richtigen Zeitpunktes ab. Während des Tages, an dem die Blumen gepflückt sind, müssen auch die Stempelfäden sorgfältig aus jeder Blume entfernt und getrocknet werden. Als wir beim Feld ankamen, standen dort zwei extra Erntekörbe zur Verfügung. Mein Freund Lander und ich dürfen helfen! José María erzählt uns erst die Planung des Tages:
Vormittags pflücken wir gemeinsam die Blumen auf dem Feld. Nur die geöffneten Blumen werden sorgfältig mit der Hand gepflückt. Die noch nicht geöffneten Blumen werden erst am nächsten Tag gepflückt… wenn sie geöffnet sind. Die ganze Familie stellt sich in einer horizontalen Reihe auf und nebeneinander wandert die Gruppe über das Feld. Inzwischen werden sehr sorgfältig alle geöffneten Blumen gepflückt. Am Ende der Reihe gehen wir wieder zurück, um zu schauen, ob wir keine Blume übersehen haben. Auf diese Weise wird das ganze Feld geerntet.

Gemeinsam die Safranblumen pflücken auf dem Feld

Danach stellen wir die Körbe mit Safranblumen in das Auto und fahren zum Haus der Schwiegereltern von José María. Im Haus befindet sich ein kleiner Raum mit einem großen Fenster. Dort werden die Blumen ‘gereinigt’. “Eine herrliche Arbeit mit der Sonne, die durch das Fenster scheint”, erzählen sie lachend. Die drei Stempelfäden werden sorgfältig aus jeder Blume entfernt. Diese Stempelfäden sind an der Unterseite miteinander verbunden. Die ganze Familie kontrolliert uns, damit auf keinen Fall Staubblätter in den Safran gelangen!

Die drei Stempelfäden werden sorgfältig aus jeder Blume entfernt
ie drei Stempelfäden werden sorgfältig aus jeder Blume entfernt

Bis zum Mittagessen reinigen wir alle gepflückten Blumen, gemeinsam mit José María, seiner Frau und seinem Sohn Alvaro. Inzwischen trocknet der Sohn José Ramón die Safran-Stempelfäden. Diese Arbeit wird vollständig mit der Hand ausgeführt. Der Safran wird auf eine Art Sieb gelegt und während 6 Minuten bei niedriger Hitze über einem Feuer (nicht mehr als 40°C) getrocknet. Jetzt erst riechen unsere Nasen einen subtilen Safranduft. Die Blumen und Stempelfäden riechen frisch gar nicht nach Safran. Der Safran muss, nachdem er getrocknet ist, noch kurz ruhen. Am Ende des Tages wird der Safran in Kartons verpackt und zum Lager gebracht. Das Lager hat eine kontrollierte konstante Temperatur und Feuchtigkeit. Dort wird der Safran in den Kartons eine Weile ruhen, geschützt gegen Licht und Feuchtigkeit. Die restliche Feuchtigkeit wird durch den Karton absorbiert. Nach drei Monaten kann dieser Safran verkauft werden. Die Ruhezeit nach dem Trocknen und in den Kartons ist für einen guten Duft und Geschmack des Safrans wichtig.

Der Safran wird auf eine Art Sieb gelegt und getrocknet
Der Safran wird auf eine Art Sieb gelegt und getrocknet

Rund 15:00 Uhr gehen wir -endlich!- essen in einem gemütlichen Restaurant in Monreal del Campo. Das Restaurant gehört der Schwägerin von José María. Rund 17:00 Uhr fährt die ganze Familie zurück zur Arbeit. Lander und ich fahren Richtung Valencia. Am nächsten Tag wird José María die Blumen ohne Stempelfäden wieder zum Feld mitnehmen, damit sie kompostieren können.

Schwere Arbeit, aber nichts ist schöner als mit Blumen arbeiten zu dürfen, nicht wahr?

Die Safranernte ist wirklich arbeitsintensiv. Man steht immer vorüber gebogen auf dem Feld. Die Blumen müssen mit der Hand gepflückt werden und dabei muss äußerst sorgfältig gearbeitet werden. Für 1 g Safran muss man 180 - 200 Blumen pflücken, reinigen, trocknen und ruhen lassen. José María und seine Familie ernten momentan Safran auf 2 ha Land. Bei der Ernte muss man aufpassen, dass keine Blumen kaputt getreten werden. Die Familie hat wohl Freude bei der Arbeit. Sowohl die Eltern von José María, wie auch die Eltern seiner Frau arbeiten ‘im Safran’. “Es gibt doch nichts Schöneres, als den ganzen Tag mit Blumen arbeiten zu dürfen”, teilt die Frau von José María uns mit, während sie eben nicht singt oder eine Melodie summt. Ihr Lied: “ La rosa del azafrán, es una flor elegante, que nace al salir el sol, y muere al caer la tarde.” (Die Rose des Safrans ist eine elegante Blume, die geboren wird, wenn die Sonne aufgeht und stirbt, wenn der Abend fällt.)

Die Familie isst selber auch oft Safran: im Paella, im Arroz con leche, in der Suppe, … “Darum sind wir so glücklich und gesund!” sagen sie lachend. In Monreal del Campo wählt man bewusst den biologischen Anbau: ökologisch arbeiten aufgrund der Prinzipien des Slowfoods als Garantie für eine außergewöhnlich gute Qualität des Safrans.

Amanprana Safran ist Jiloca Safran, biologisch zertifiziert und Topqualität
Amanprana Safran ist Jiloca Safran, biologisch
zertifiziert und Topqualität

Die Safranernte hängt vom Wetter ab

Es war nicht so einfach, ein exaktes Datum zu bestimmen, um das Feld in der Blüte zu sehen und das gesamte Verfahren von der Ernte bis zur Lagerung des Safrans mitzuerleben. Alles hängt vom Wetter und den Blumen ab. Normalerweise beginnt die Ernte ungefähr am 20. Oktober und dauert sie bis ungefähr zum 10. November, aber… das kann variieren, abhängig vom Wetter während der Wachstumsperiode und vom Wetter während der Ernteperiode. Am letzten Wochenende des Monates Oktober 2012 waren durch das schöne Wetter unerwartet sehr viele Blumen geöffnet. Aufgrund dessen gab es am 1. November weniger Blumen.

Die Safranernte fängt ungefähr am 20. Oktober an und dauert ungefähr bis zum 10. November
Die Safranernte fängt ungefähr am 20. Oktober an und dauert ungefähr bis zum 10. November

Mäuse beim Bio Safran vermeiden

Ein biologischer Safran-Züchter verwendet im Gegensatz zu anderen Züchtern natürlich kein Gift, um zu vermeiden, dass Mäuse die Blumen und Blumenzwiebeln auffressen. Man verwendet eine Art Kessel, der mit feuchtem Stroh gefüllt wird. Das Stroh wird angezündet und der Kessel wird in eine Röhre am Eingang des Mauselochs aufgestellt. Die Mäuse flüchten oder sterben durch den Rauch.

Bericht von Klaartje Mertens

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Amanprana besucht einen Safranzüchter in Jiloca, Spanien Die Safranernte: nur die geöffneten Blumen werden sorgfältig mit der Hand gepflückt Des Namens Azafran de Jiloca. Der Jiloca ist ein Seitenarm des Flusses Ebro und strömt durch Monreal del Campo Amanprana besucht Azafran-Züchter und hilft bei der Safranernte Der Safran wird auf eine Art Sieb gelegt und während 6 Minuten bei niedriger Hitze über einem Feuer (nicht mehr als 40°C) getrocknet