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 Die Küsten sind leer gefischt, nun ist die Tiefseefischerei das Ziel

Internationale Gewässer kennen kaum Regeln. Der Fisch wird dort für vogelfrei erklärt. Eine nicht regulierte Fischerei, ein Traum für jeden industriellen Fischer von heute.
Die meisten Praktiken der Schleppnetzfischerei [bottom trawling] erfolgen in den Gebieten, wo es noch keine Vorschriften und Regelen gibt: unregulierte Fischerei. Das bedeutet, dass es einfach keine Regeln zur Kontrolle darüber gibt, was die Fischereischiffe dort wirklich ausführen dürfen. Illegale Fischerei bedeutet, dass eine Gesetzgebung überschritten wird, und wie man weiß, beträgt dies mindestens 50% vom gesamten Fischfang. In diesem Fall gibt es einfach keine Vorschriften. Und das ist nun genau dass, wo sich etwas ändern muss.

Der Blaue Merlan in einer Tiefe von 200 bis 400 Metern. Dieser pelagische Tiefseefisch lebt tagsüber am Meeresboden und nachts macht er seinen vertikalen Zug nach oben. Er kommt vorläufig noch 50 Mal mehr vor als der Kabeljau. Die Jacht auf den Blauen Merlan hat sich in 10 Jahren Zeit verdreifacht. Billiges Futter für Fischmehl und Fischöl. Trawler mit ihren riesigen Gloria-Netzen können bis zu einer Tiefe von 500 Metern den Blauen Merlan einholen. Schiffe laufen damit nun überladen den Hafen ein.

Die Prognosen für den Tiefsee-Fischbestand sind denkbar trübe. Es wird vermutet, dass das Leerfischen in der Tiefsee viele Male schneller gehen wird als an den Küsten. Tiefseefische leben länger, es gibt weniger Tiefseefische und sie wachsen langsamer. Tiefseefisch ist viel weniger im Überfluss als Fisch in untiefen Gewässern. Dennoch sind sie eine einfache Beute für die industrielle Fischerei. Tiefseefische schwimmen in Schwärmen an markanten Plätzen, wie an Bänken und Riffen, zum Essen, Paaren und Laichen. Die produktivsten Plätze sind die Unterwasservulkane. Es gibt ca. 30.000 dieser Unterwasservulkane im Stillen Ozean und 6.000 im Atlantischen Ozean.

Das Leben des Blauen Merlans, des Atlantischen Schleimkopfs (Empereur), des rundnasigen Grenadierfischs (Grenadier), des schwarzen Strumpfbandfischs (Sabre), des Glattkopffischs und des Dornhaifischs wird oder ist bereits bedroht.