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 Garnelenzüchtereien verwüsten Mangroven-Wälder

Mangroven (Seemandelbäume) bieten einer unglaublichen Vielfalt an Lebensformen ihren Lebensraum. Dort paaren und laichen zahlreiche Fische, Krustentiere und andere Tiere. Die Garnelenzüchterei macht davon jedoch einen unfruchtbaren und giftigen Garnelencocktail. Wenn Mangroven abgeholzt werden, wird die Küste instabil, Erosion wird hervorgerufen, wodurch Korallenriffe und Seegrasbetten beschädigt werden. Das bedeutet ebenso die Verwüstung der natürlichen Umgebung für Weichtiere und selbst für die Seekuh. Die Reduzierung des Areals von Mangroven stellt ein weltweites Problem dar. In Südostasien ist das hauptsächlich der enormen Zunahme von Teichen für die Garnelenzucht zuzuschreiben, ein lukratives Geschäft, wofür der Mangroven-Wald in manchen Fällen Platz machen muss. Auch spielt die Holzfällerei eine bedeutende Rolle, ebenso wie die großen Entwicklungsprojekte zur Erweiterung des Landbaus oder der Stadtgebiete.

Ohne ergänzende Maßnahmen wird in den kommenden vierzig Jahren die Hälfte der Korallenriffe verschwunden sein, warnte Ende letzten Jahres die internationale Naturschutzorganisation IUCN. Im Moment ist schätzungsweise bereits zwanzig Prozent der Korallenriffe zerstört worden.

Mangroven-Wälder sind Flutwälder entlang der tropischen Küsten. Die Bäume werden zwei Mal pro Tag teilweise mit Meerwasser überspült, während Flüsse große Mengen Schlamm absetzen. Es gibt nur wenige Sorten Bäume hier, die überleben können. Sie sind diesen Umständen besonders angepasst mit Atemöffnungen in ihren Stämmen und Wurzeln oder mit Salzdrüsen an ihren Blättern. Kennzeichnend sind die krummen Stelzwurzeln der Rhizophora-Bäume und die spitzen Atemwurzeln der Avicennia, die eine Art ‚grobes Nagelbett' im Schlamm bilden.