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Natur vs. Mensch: Pottwal voller Plastik, Vögel verhungern. Stoppt den Müll.

Der Pottwal wird von Plastikmüll bedroht.

Im Januar dieses Jahres strandeten 29 Pottwale an den Küsten der Nordsee. Auch im deutschen Tönning sind 13 Wale gestrandet. Beim Sezieren der Pottwale entdecken die Wissenschaftler, dass die Mägen der Tiere voller Plastikmüll waren. So fand man ein Fischernetz von 13 Metern und ein 70 cm großes Plastikteil von einem Auto.

Dieser Umstand fügt den Tieren großes Leid zu, da sie den Kunststoff nicht verdauen können. Wenn sie zu viel Plastik im Magen haben, ist nicht mehr genug Platz für Nahrung. Dadurch verhungern die Tiere. Das Plastik kann auch den Hals oder den Darm blockieren. In den meisten Fällen können die Pottwale das verschluckte Plastik nach einiger Zeit zum Glück wieder erbrechen. Das klappt aber leider nicht immer.

Dass Tiere durch Verschmutzung sterben, ist natürlich nicht neu. Aber nur selten ist es so eindeutig, dass der Tod von Tieren keinem anderen Grund zugeschrieben werden kann. In 2011 wurde ein junger Pottwal bei der griechischen Insel Mykonos tot aufgefunden. Wissenschaftler vermuteten, dass dieser einen Riesentintenfisch verschluckt hatte, weil sein Bauch so aufgebläht war. Man fand etwa 100 Plastiktüten und andere Plastikgegenstände.

Der Pottwal, imposant aber empfindlich

Wir verbeugen uns vor der imposanten Schönheit des Pottwals. Leider leiden Tausende Pottwale unter dem Müll, den wir im Ozean entsorgen. Wie alle anderen Tiere reagieren auch sie empfindlich auf Verschmutzung, auch wenn wir gerade diese Tiere so bewundern. Wir sehen nicht den Zusammenhang zwischen der Verwendung von Plastik und dem Tod vieler unschuldiger Tiere. Sie sind die Opfer der Industrialisierung.

Albatros: durch Plastik und Verschmutzung umgekommenÄhnliche Begebenheiten auf Midway Island: Vögel voller Plastik

Das Sterben der Pottwale zeigt Parallelen zum Schicksal der brütenden Albatrosse auf Midway Island. Hier wurden viele Skelette und Überreste junger Küken gefunden. Ihre Mägen waren durch Plastik aufgebläht. Dieses Plastik haben ihre Eltern ihnen versehentlich gefüttert. Man fand Dosenlaschen, Flaschenverschlüsse und Feuerzeuge. Die Kleinen sind verhungert, obwohl ihre Mägen überfüllt waren.

Plastik im Ozean: ein nachhaltiges Problem, das Tiere und Menschen gefährdet

Laut einer Studie aus 2014 treiben weltweit 5 Billionen Plastikteile in den Ozeanen. Zusammen haben diese ein Gewicht von 250.000 Tonnen. Nicht nur das Plastik selbst ist ein Problem, sondern auch die Hormonstörer, PCB und Parabene, die diese Kunststoffe und andere Konsumgüter enthalten. Und die Plastikmenge im Ozean wird weiter zunehmen: Nur 5 % der Kunststoffe werden recycelt.

Möchten Sie mehr wissen über Plastik im Ozean? Lesen Sie dann die zahlreichen Artikel in unserer Rubrik „Rettet die Weltmeere“.

Pottwale sterben durch Verschmutzung und Plastik Pottwale und Vögel sind voll mit Plastik. Stoppt den Müll