home de
wo kaufen?

 ‘Pharmazeutisches Fischöl’ zu stark bearbeitet

  Die Fische werden gefangen und bleiben durchschnittlich 1 bis 2 Wochen an Bord eines Fischkutters, meistens in gekühlten Räumen. Dort wird der Fisch selektiert. Zu kleine, zu große, fremdartige und unverzehrbare Fische werden von einander getrennt. Diese werden zur Herstellung von Fischöl genutzt. Die verzehrbaren Fische werden verkauft und der Abfall dieser Fische wird häufig auch zur Produktion von Fischöl genutzt. Inzwischen ist der Fisch schon 2 bis 3 Wochen alt. In den fetten Teilen des Fisches befinden sich die vergiftenden, gespeicherten Stoffe (PCB, Dioxine, Methylquecksilber und Schwermetalle). Zahlreiche Organisationen raten den Verzehr von fettem Fisch daher auch während der Schwangerschaft ab.

Da dieses Gift im Fett des Fisches gespeichert wird, kann man heutzutage Fischöl eigentlich nicht mehr verkaufen, ohne es erst stark raffinieren zu müssen. Heute hat man diesem starken Raffinieren einen teuren Namen verliehen ‚die pharmazeutische Qualität Fischöl'. Wie geht man vor? Ausschmelzen: Die Fische und der Fischabfall werden zuerst gekocht, wodurch nach langem Kochen das Fischöl an der Oberfläche treibt, ein Prozess, der als ‚Ausschmelzen' beschrieben wird. Das ist die erste Sünde, denn Fischöl reich an Omega-3-Fettsäuren hält absolut keine Erhitzung aus und oxidiert dadurch. Es entstehen freie Fettsäuren, die man hinterher wieder heraustrennen muss. Molekulare Destillation: Dieses rohe Fischöl (crude fish oil) enthält sämtliche Giftstoffe des Meeres, wie PCB, DDT, Quecksilber, Dioxine und andere Schwermetalle, obendrein schmeckt es scheußlich. Es enthält Cholesterin und freie Fettsäuren.

Dieses große Problem führt dazu, dass sich das Öl nicht zum Verzehr für den Menschen eignet. Die Fischölindustrie erfand die ‚molekulare Destillation'. Ein komplizierter Vorgang, bei dem man unter Hochdruck die Moleküle trennt, die den Großteil der Giftstoffe aus dem Öl entfernen. Jedoch auch die wichtigen Mikronährstoffe und sogar der Großteil des Cholesterins werden entfernt. Aber auch das ergab noch kein reines Öl, denn es hatte noch immer einen scheußlichen Geschmack. Fraktionieren: Darauf hin wird ‚fraktioniert' und ‚Geruch entzogen', und man erhält die so genannte ‚pharmazeutische Qualität'. Durch den starken chemischen Prozess der ‚fraktionalen Destillation' entfernt man die saturierten Fette aus dem Fischöl und durch eine weitere übertriebene und aufwändige ‚molekulare Destillation' wird nahezu sämtliches PCB aus dem Öl entfernt. Durch die chemische Inter-Esterisierung werden Moleküle gebunden. Die Fischölindustrie nennt dies ‚reines Fischöl von pharmazeutischer Qualität'.

Ich nenne dies eines der am stärksten bearbeiteten, raffinierten Öle der Welt. Ein Öl, das stärkstens vermieden werden muss. Genau wie raffinierter Zucker, raffiniertes Mehl und andere raffinierten Öle, müssen wir dieses sogenannte ‚reine' wohl aber stark raffinierte Fischöl für unsere Gesundheit vermeiden. Nahrung, die raffiniert ist (was teures Fischöl zweifellos ist), fehlen die Mikro-Nährstoffe.