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Thunfisch ist zu stark überfischt, giftig und vom Aussterben bedroht. Schützen Sie den Thunfisch.

Was können Sie tun?

Besuchen Sie die Website von Seafirst und unterstützen Sie die Aktion, um den Thunfisch zu retten.
Besuchen Sie die Website von Seafirst + www.tunafree.be und unterstützen Sie die Aktion, um den Thunfisch zu retten. Spenden Sie bitte an www.seafirst.be. Stopp mit Thunfisch aus der Dose Stopp mit Sushi und Sashimi mit Thunfisch Stopp mit Katzen- oder Hundefutter mit Thunfisch.

Film: schützen Sie den Thunfisch

Was möchten wir gerne erreichen?

1. Keinen Thunfisch mehr essen, dass ist besser für den Thunfisch-Bestand und für Ihre Gesundheit.
2. Spenden Sie an Seafirst für die Aktion, um den wilden Thunfisch vom Aussterben zu retten.
3. Ein totales Fangverbot während einer Periode von zehn Jahren oder mindestens ein totales Fangverbot von Mai bis Juli, während der Paarung.
4. Abschaffung der Zuschüsse für Fischerei und die Thunfisch-Flotte.
5. Die Fischerei mit Ringwadennetzen (Purse Seine) stoppen, diese fangen viel zu kleinen Thunfisch für Thunfisch-Zuchtanlagen.
6. Die Thunfisch-Zuchtanlagen stoppen.
7. Die Thunfisch-Flotte mit 70 % vermindern.

Der Thunfisch ist ein Jäger und kann bis zu 80 km pro Stunde schwimmen

Bedrohte Blauflossen-Thunfisch enthält gefährlich hohe Konzentrationen an Quecksilber
Der Thunfisch ist ein Strahlenflosser (Actinoterygii) und gehört zur Familie der Barschartigen (Perciformes) und Makrelen (Scombridae). Der lateinische Name für Thunfisch ist Thunnus. Der Thunfisch kann mit einem Tempo von bis zu 80 km pro Stunde schwimmen. Die roten Muskeln geben dem Thunfisch eine enorme Ausdauer. Der Blauflossen-Thunfisch kann durch seine etwas höhere Körpertemperatur in kühleren Gewässern leben als andere Fischsorten. Thunfische sind Jäger und ernähren sich mit Makrelen, Tintenfischen, Hering und Quallen. Sie leben im Atlantik, Mittelmeer, den tropischen Meeren und manchmal sogar in der Nordsee.

Verschiedene Arten Thunfisch, jedoch alle überfischt

Rund 1940 wurden 300.000 Tonnen Thunfisch gefangen, meistens mit einer Leine und einen Haken. In 2010 wurden 4 Millionen Tonnen Thunfisch gefangen, hauptsächlich mit Ringwadennetzen. 68 % davon wurden in der stillen Südsee gefangen, 22 % im indischen Ozean und 10 % im Atlantik oder Mittelmeer. Die Anteile beim Fang betragen 60 % für den SkipJack- Thunfisch, 24 % für den Gelbflossen-Thunfisch, 10 % für den Großaugen-Thunfisch, 5 % für den Weißen Thunfisch oder Albacore und lediglich 1 - 2 % für den Blauflossen-Thunfisch. Der südliche Blauflossen-Thunfisch und der nördliche Blauflossen-Thunfisch sind besonders vom Aussterben bedroht. Der Großaugen-Thunfisch und der Gelbflossen-Thunfisch sind stark überfischt. Der Langschwanz-Thunfisch, der Schwarzflossen-Thunfisch und der Weiße Thunfisch oder Albacore sind überfischt. Der atlantische Thunfisch zieht jedes Jahr zwischen Mai und Juni in großen Gruppen zum Mittelmeer um dort Fischeier (Laich) zu produzieren. Menschen wissen bereits seit 2000 Jahren, dass man den Thunfisch dann auf einfache Weise fangen kann. Durch die industrielle Fischerei sind die großen Thunfische jedoch verschwunden. Die industrielle Fischerei hat die Fischereitradition von tausenden Jahren in kaum 20 Jahren vernichtet. Der Bestand des Blauflossen-Thunfisches kennzeichnet sich durch einen historischen Tiefpunkt von lediglich 10 % des Bestandes im Vergleich zum Bestand von vor 50 Jahren. Die Riesenfische von ehemals 900 kg sind verschwunden, momentan wiegen die größten Fische nur noch 300 kg. Das durchschnittliche Gewicht liegt in 2010 nur noch zwischen 40 und 80 kg. Die Thunfisch-Flotte hat eine Überkapazität von 400 %. Das bedeutet: momentan fahren vier mal so viele industrielle Schiffe um Thunfisch zu fangen, als die nachhaltige Fischerei zulässt. Momentan wird bis in die letzten Fortpflanzungsgebiete im Mittelmeer auf Thunfisch gejagt, dabei werden stets modernere Schiffe eingesetzt, ausgerüstet mit High-Tech-Systemen für die Suche nach Thunfischen. Die Kapazität der Schiffe für den Fischfang nehmen stets zu. Trotz eines internationalen Verbotes werden kleine Flugzeuge eingesetzt, welche den Thunfisch schnell und effizient finden. Kein Fisch entkommt. Der illegale und nicht gemeldete Fischfang ist ein weiteres ernsthaftes Problem.

Thunfisch ist schon sehr lange das Opfer schwerer Überfischung.
pijlThunfisch ist schon sehr lange das Opfer schwerer Überfischung. Auf dem Schwarzmarkt ist diese Fischart Millionen wert. Die Fischer haben keine Probleme damit, die auferlegten Quoten zu überschreiten.

Über Konsum von Blauflossen-Thunfisch und anderen Thunfischen

Der Blauflossen-Thunfisch oder Riesenthunfisch wird hauptsächlich als Sushi und Sashimi gegessen. Sushi und Sashimi sind der wichtigste Grund dafür, warum der Blauflossen-Thunfisch sich am Rande des Aussterben befindet. Der Blauflossen-Thunfisch hat den Status "ernsthaft bedroht" durch Überfischung erhalten. Die Nachfrage nach dem Geschmack wächst weiter. Der Einkaufsratgeber* bietet aktuelle Informationen über Sorten, die nachhaltig gefangen werden und nicht bedroht sind. Der Blauflossen-Thunfisch steht auf der Roten Liste. Auf der Grünen Liste kommt kein einziger Thunfisch mehr vor. Momentan wird sicherlich 85 % des europäischen Thunfisches nach Japan exportiert. Thunfisch-Kenner vermeiden den Zucht-Thunfisch. Er hat eine niedrige Qualität für einen niedrigen Preis. Der Zucht-Thunfisch ist das Basismaterial für die Massenproduktion von Sushi und Sashimi in den preiswerteren Sushi- Restaurants und Supermärkten. Nach Meinung von Wissenschaftlern, Natur- und Umweltorganisationen, Markthändlern und Fischerei-Spezialisten ist gerade der Massenexport von Thunfisch zum japanischen Markt die Ursache der Bedrohung vom Aussterben des Blauflossen-Thunfisches.

In den letzten Wochen kamen vom großen Tsukiji-Fischmarkt in Tokio und anderen Fischversteigerungen in Japan Berichte, welche die drohende Katastrophe bestätigen. Durch die Angaben über den frischen Blauflossen-Thunfisch aus dem Mittelmeer standen dem spanischen Thunfisch-Experten Roberto Mielgo die Haare zu Berge. Mit zunehmender Wut und Verzweiflung übermittelt er, von seinem Arbeitsplatz in Malta, die japanischen Daten." Hier, ein Thunfisch mit 33 Kilo aus Tunesien, ein Thunfisch mit 49 Kilo aus Spanien, noch ein Thunfisch mit 28 Kilo: alle unter der erlaubten minimalen Größe. Während ich in Libyen und Tunesien arbeitete, waren die Fische durchschnittlich 250 Kilo schwer. Und jetzt das. Der große Schlag ist vorbei."


Thunfisch ist giftig

Das rote Thunfischfleisch enthält viel Quecksilber und andere giftige Metalle, die unserer Gesundheit schaden. Der Thunfisch ist ein schneller Jäger, der sich hoch in der Nahrungskette befindet. Je höher ein Fisch sich in der Nahrungskette befindet, desto giftiger ein Fisch als Nahrung für den Menschen ist. Viele Organisationen, wie beispielsweise die amerikanische FDA, raten auf jeden Fall schwangeren Frauen, stillenden Müttern und Kindern jedes Alters ab, Thunfisch zu essen. Die verschmutzten Thunfische sind ebenfalls eine wichtige Ursache der bakteriellen Verschmutzung in unserer Nahrungskette. Manchmal befinden die Werte sich unter der Norm, sie sind jedoch niemals frei von Verschmutzung. Die einfachste Art und Weise, weniger PCB und Dioxin aufzunehmen, ist nach Angaben der Europäischen Kommission, weniger oder keinen Fisch, bzw. Fischöl zu konsumieren. Die Verschmutzung von Thunfisch und anderen großen Jägerfischen ist beängstigend für Ihre Gesundheit. Forscher der Universität Illinois haben festgestellt, dass Fischesser mit hohen Konzentrationen PCB in ihrem Blut Schwierigkeiten hatten um Informationen, welche sie 30 Minuten eher gelernt hatten, zu behalten. In Thunfischen werden hohe Dosierungen von sehr giftigen Dioxinen, Schwermetallen, wie beispielsweise Cadmium, Blei, Arsen und Quecksilber, Tributylin (äußerst giftiger Stoff, welcher in Bootslack vorkommt), PCB (polychlorierte Biphenyle), PBB, PBDE, PBDD, PBDF, POP, Furan, der radioaktive Stoff Strontium 90, Insektizide wie beispielsweise DDT oder Dieltrin und sogar brandhemmende Stoffe angetroffen. Viele dieser Toxine sammeln sich im Fettgewebe des Menschen an. Je größer der Fisch und je höher er sich in der Nahrungskette befindet, desto verschmutzter der Fisch ist. Darum ist Thunfisch oft sehr stark verschmutzt. Dieser Cocktail an Stoffen wird beim Konsum von Thunfisch in unserem Körper gespeichert (oft in den Fett-Depots) und bleiben dort für die nächsten Jahre. Diese gefährlichen Stoffe tasten im Laufe der Jahre unseren Hormonhaushalt an, können Krebs verursachen, unterdrücken unsere Abwehr, tasten unsere Leber an, schädigen unser Gehirn, schädigen unsere Nieren und stören die Entwicklung von Kindern. Sie schädigen nicht nur unseren Körper, sondern werden auch an unsere Babys übertragen. 63.000 verschiedene Chemikalien, viele Schwermetalle, radioaktiver Müll, Plastik und dessen Xeno-Östrogene, mehr als 200 Sorten PCB und 200 Sorten Dioxin kommen über menschliche Handlungen ins Meer.

Thunfisch ist auf dem Schwarzmarkt Millionen wert Thunfisch Handel katastrophale Gesetzgebung und Auge zukneifen Kontrolle
pijlAlle spielen falsch. Es ist ist wie das Fahren auf der Straße: Wenn ich weiß, dass keine Polizisten in der Nähe sind, fahre ich schneller.
pijlThunfisch Handel katastrophale Gesetzgebung und Auge zukneifen Kontrolle

Fische schwimmen in dieser Verschmutzung und nehmen über ihre Kiemen diese Verschmutzung auf. Kleine Fische fressen verschmutztes Plankton. Viele Stoffe dieser Verschmutzungen werden im Fett der Fische gespeichert. Größere Fische fressen kleinere Fische auf. Je größer der Fisch ist, desto größer die Speicherung der giftigen Stoffe. Darum ist Thunfisch in größerem Maße verschmutzt als Sardinen. Viele Stoffe dieser Verschmutzungen bleiben im Thunfisch gespeichert und nehmen im Laufe der Jahre stets zu, bis zu Moment, wenn der Thunfisch durch den Menschen gegessen wird. Es scheint so, als ob wir unseren verdienten Lohn erhalten. Die Verschmutzung, welche einmal durch den Menschen entstanden ist, konsumiert der Mensch nun selber über den Thunfisch. Thunfisch-Salat, Thunfisch aus der Dose und Thunfisch-Sushi bzw. Thunfisch-Sashimi.

Der Konsum von Raubfischen, wie beispielsweise Thunfisch, ist der wichtigste Grund für die Quecksilber-Vergiftung bei Menschen. Symptome von Quecksilber-Vergiftung sind unter anderem Jucken, Schmerzen, Verfärbung der Haut, Wassersucht und ein dauerhaft zu schneller Herzschlag. In ernsthaften Fällen kann es sein, dass Menschen ihre Haare, Zähne und Nägel verlieren, schlecht funktionierenden Nieren haben und ihr Gedächtnis verlieren.

Giftige Sushi aus bedrohtem Thunfisch, schlechter ist unmöglich

Blauflossen-Thunfisch enthält gefährlich hohe Konzentrationen an Quecksilber. Die teuerste Variation von Sushi aus dem ernsthaft bedrohten Blauflossen-Thunfisch ist giftig. Amerikanische Forscher der Universität Columbia trafen in hunderten Sushi-Proben aus 54 Restaurants hohe Konzentrationen Quecksilber an. Mit der Methode "DNA-barcoding" konnten sie an der Hand der Sorte bestimmen, wie giftig ein Stückchen Sushi ist. Je größer der Thunfisch, desto größer die Verschmutzung mit Quecksilber ist. Die teuerste Variation von Sushi, genannt Akami, hat den höchsten Gehalt an Quecksilber. Die durchschnittliche Menge Quecksilber pro einzelne Portion Akami übertraf im großen Maße die durch diverse Organisationen, wie beispielsweise die europäische Kommission und die Weltgesundheitsorganisation WHO, maximale tägliche sichere Menge an Quecksilber. Es gab sogar starke Abweichungen bis zu fast der doppelten Menge. Für Sushi werden fünf verschiedene Thunfischsorten verwendet. Der südliche Blauflossen-Thunfisch (Thunnus maccoyii), der nordpazifische Blauflossen-Thunfisch (Thunnus), der Blauflossen-Thunfisch (Thunnus thynnus), der Großaugen-Thunfisch (Thunnus obesus) und der Gelbflossen-Thunfisch (Thunnus albacares), siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Thunfische. Von den fünf Sorten werden der südliche Blauflossen-Thunfisch und der Blauflossen-Thunfisch am meisten vom Aussterben bedroht.

In Japan ist Thunfisch immer noch sehr beliebt. Die teuerste Sushi- Variation Akami von Blauflossen-Thunfisch (vorne rechts) enthält die höchste Konzentration an Quecksilber.
pijlIn Japan ist Thunfisch immer noch sehr beliebt. pijlDie teuerste Sushi- Variation Akami von Blauflossen-Thunfisch (vorne rechts) enthält die höchste Konzentration an Quecksilber.

Jacob H. Lowenstein und andere: 'DNA barcodes reveal species-specific mercury levels in tuna sushi that pose a health risk to consumers', in Biology Letters, 21. April 2010.

Film: Schneiden von dem Blauflossen-Thunfisch für Sushi

Thunfisch als Gradmesser über den Zustand des Fisch-Bestandes und Ökosystems der Meere

Die Arten Gelbflossen-Thunfisch und Großaugen-Thunfisch können nach Meinung der Experten innerhalb von 3-5 Jahren wirtschaftlich ausgestorben sein, wenn die Jagd nicht kontrolliert wird. Vielleicht erhalten wir in der Zukunft nur noch ab und zu mal Fischstäbchen als seltsamen Leckerbissen. Die wichtigsten Raubtiere, ein wichtiger Gradmesser für die Gesundheit eines Ökosystems, verschwinden in einem beängstigenden Tempo. 90 % der großen Fische, die manche Menschen so gerne essen, wie beispielsweise Thunfisch, Schwertfisch, Marlin, Kabeljau, Heilbutt, Rochen, Flunder, sind seit dem Beginn der riesigen industriellen Fischerei in den fünfziger Jahren leer gefischt. Diese Erschöpfung kann eine Umstellung in den Ökosystemen der Meere verursachen, weil wirtschaftlich wertvoller Fisch durch kleinere Fischsorten ersetzt wird, die Plankton fressen. Es könnte sein, dass noch in diesem Jahrhundert Quallen statt Fisch für den menschlichen Konsum verwendet werden.

Thunfisch essen und Skombriden-Vergiftung (Histaminvergiftung)

In südlichen Ländern, in denen viel Thunfisch gefangen wird, sorgt das warme Klima für die Bildung von Histamin durch die Enterobakterien der Fische direkt nach dem Fang. Festgestellt wurde, dass Kochen, Backen oder Einfrieren des Fisches die Konzentration des bereits gebildeten Histamins nicht vermindert. Lebensmittelvergiftung nach dem Konsum von Fischen, die Skombriden produzieren, kennzeichnen sich durch Verdauungsstörungen und nachfolgendem Durchfall, Erröten, Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Herzklopfen, Mundbrennen, Schwellung des Gesichts, Nesselsucht, Fieber, Schwindel, Beklemmung, niedrigen Blutdruck und in seltenen Fällen Schock. Die Symptome entstehen innerhalb von wenigen Minuten nach dem Konsum des "verdorbenen" Fisches und dauern maximal 24 Stunden. Auffällig ist, dass der Geschmack des Thunfisch nicht beeinträchtigt wird. Frischer Fisch, der weniger als 1 mg Histamin pro 100 g enthält, ist keine Ursache der Skombriden-Vergiftung. Für eine Vergiftung muss der Fisch in bestimmtem Maße verdorben sein. Die optimale Temperatur für das Bakterienwachstum beträgt 20-30°C. Skombriden-Fische enthalten von Natur aus eine hohe Konzentration an Histidinen. Wenn der Fisch nach dem Fang unter hohen Temperaturen bewahrt wird, wird dieses Histidin im Muskel des Fisches in Histamin umgeformt. Die "decarboxylierenden Enterobakterien" aus dem Darm der Fische sind die Ursache dieser Umformung. Normalerweise wird das Histamin nach der Einnahme von Mahlzeiten durch den Menschen im Darm abgebrochen, durch die N-methyltransferasen und Diamineoxidasen (DAO). Wenn die Konzentration der Histamine nach der Einnahme von Mahlzeiten sehr groß ist, wie beispielsweise bei einer Skombriden-Vergiftung, oder wenn der Patient selber eine von Natur aus niedrigere Aktivität der DAO hat, mit als Resultat ein niedrigeres Toleranzniveau, kann die Einnahme von Mahlzeiten mit Histaminen zu klinischen Beschwerden führen.

Lebensmittelvergiftung nach dem Essen von Thunfisch
pijlWenn der Thunfisch nach der hohen Temperaturen gehalten werden, kann es Lebensmittelvergiftung zu Ergebnis haben.

Diese kann auch der Fall sein bei Patienten, welche DAO-senkende Arzneien schlucken (beispielsweise Isoniazid), sie sind empfindlicher für eine Skombriden-Vergiftung. Das meiste Histamin wird im Muskelgewebe des Fisches, im Darmbereich, gebildet und verteilt sich von dort aus weiter in den Fisch. Das erklärt, neben einem eventuellen Unterschied im Toleranzniveau, warum sich bei Personen, die Teile des gleichen Thunfisches konsumieren, die Beschwerden in unterschiedlichem Maße entwickeln oder sich manchmal sogar keine Beschwerden entwickeln. Eine Histamin-Vergiftung durch Fisch scheint nicht nur vorzukommen nach dem Konsum von den Scombroidea, wie beispielsweise Thunfisch, Makrele, echtem Bonito und Sarda Sarda, sondern auch bei den für uns exotischeren Fischen, die nicht zur Gattung Scombroidea gehören, wie beispielsweise Goldmakrele, Blaubarsch, Stachelmakrele oder sogar bei Heringen, Sardinen, Sardellen und bestimmten Käsesorten. Vielleicht ist, trotz der Tatsache, dass die meisten dokumentierten Vergiftungen durch den Konsum von Fisch verursacht werden, die Skombriden-Vergiftung wohl eine zu eingeschränkte Beschreibung. Besser wäre die Beschreibung Histamin-Vergiftung. In der Europäischen Union gilt eine festgestellte Norm für Histamin in einer Ladung Scombroidea und einer Anzahl anderer Fischsorten, unter anderem Hering, von einem durchschnittlichen Wert, der nicht höher ist als 100 ppm bei der Untersuchung von 9 Proben, bei denen in höchstens 2 Proben der Wert 100-200 ppm betragen darf. Ein Wert von mehr als 200 ppm ist keinesfalls zulässig.

Film: Die Geschichte von dem Blauflossen-Thunfisch

Thunfisch und ein großer Beifang

Haie, Seeschildkröten und 300.000 Meeresvögel werden jährlich bei der Thunfisch-Fischerei als Beifang getötet. Naturorganisationen, Unternehmen und Regierungen wissen das. Zur Verminderung des Beifangs hat man bei den Long-Line-Schiffen die J-Haken durch runde Haken ersetzt. Das reicht jedoch nicht, um den Beifang nach weniger als 40 % zu vermindern.

Thunfisch und Zucht-Anlagen

Weil größere Thunfische selten werden, fängt man stets kleinere Thunfische. Diese kleineren wild gefangenen Thunfische werden mit kleinen Fischsorten fett gemästet. Die großen Mengen, die Dichtheit, die Verwendung von Antibiotika und die hohe Produktion von Kot sorgen dafür, dass diese Zucht-Anlagen im Meer eigentlich nicht bestehen sollten. Weder für die Gesundheit des Fisches und des Menschen, noch für die Umwelt und für ethische Gründe. Europa, Australien und Japan sind die Spezialisten für Zucht-Anlagen im Meer. In Japan probiert man, vom Thunfisch-Ei bis zum fett gemästeten Thunfisch zu produzieren (Kindai-Thunfisch). Das Legebatterie-Huhn des Meeres. In diesen Zucht-Anlagen werden immer kleinere Thunfischen verwendet. Sie werden voll gepumpt mit Nahrung. Durch die Thunfisch-Züchtereien entlang der Küsten des Mittelmeers, bei denen der Thunfisch viel zu jung gefangen gehalten wird, um als tiefgefrorene Torpedos in den Kühlhäusern der großen japanischen Handelsfirmen zu enden, erhöht sich das Tempo des Aussterbens vom wilden Thunfisch. Der Tsukiji-Fischmarkt in Tokio ist die Heimat für den Handel des Thunfisches. Thunfisch-Kenner vermeiden auf jeden Fall den Zucht-Thunfisch. Das ist eine niedrige Qualität für einen niedrigen Preis. Es ist das Basismaterial für die Massenproduktion von Sushi und Sashimi für die preiswerteren Sushi-Restaurants und Supermärkte. Wie kann ein Zucht-Thunfisch, der kaum schwimmen kann, das gleiche sein wie ein wilder Thunfisch, der tausende Kilometer schwimmt und manchmal ein Tempo von 80 km pro Stunde erreicht, um zu laichen?? Die Technik für die Thunfisch-Zucht-Anlagen ist in Australien entwickelt, für den Fang des Blauflossen-Thunfisches im Pazifik. Bei der Paarung kommen die Thunfische in Schollen an die Oberfläche, dort werden sie in einem Beutelnetz gefangen. Ein Schleppboot transportiert das Netz mit dem gefangenen Fisch, sehr langsam, zu den Käfignetzen der Zucht-Anlagen für Thunfisch. Die Fische bleiben vier bis sechs Monate in den Käfigen. Danach folgt die Schlacht mit Harpunen und Gewehren.

Ein großer Gelbflossen-Thunfisch, welcher in Stücke geschnitten wird Auf dem Fischmarkt Tsukiji in Tokio ist eine Rekordsumme von 300.000 Euro für einen Thunfisch bezahlt
pijlEin großer Gelbflossen-Thunfisch, welcher in Stücke geschnitten wird. Die Arten Gelbflossen-Thunfisch und Großaugen-Thunfisch können nach Meinung der Experten innerhalb von 3-5 Jahren wirtschaftlich ausgestorben sein, wenn die Jagd nicht kontrolliert wird.   pijlAuf dem Fischmarkt Tsukiji in Tokio ist bei der ersten Versteigerung von 2011 direkt eine Rekordsumme von 300.000 Euro für einen Thunfisch von 342 Kilo gezahlt.

Film: Speerfischen auf Blauflossen-Thunfisch (282kg)

Thunfisch-Handel, katastrophale Regelungen und "blinde" Kontrolle

Die ICCAT bestimmt Fangquoten für den atlantischen Thunfisch, welche bedeutend höher sind als die Thunfisch-Wissenschaftler für nachhaltige Fischerei empfehlen. Darüber hinaus werden die Quoten nicht aufgrund der Regeln hantiert, offizielle Instanzen wissen das. Es ist noch schlimmer, denn die EU subventioniert die spanischen, italienischen und französischen Thunfisch-Fischer. Seit Ende der Neunzigerjahre wurden mithilfe von EU-Subventionen die Purse Seine-Thunfischflotte der Länder Spanien, Frankreich und Italien drastisch erneuert. Momentan wird wiederum mit EU-Subventionen probiert, die Überkapazität an Schiffen zu vermindern. Mit wenig Resultat. Europäische Purse Seine-Schiffe aus Frankreich fahren zum Beispiel weiter unter algerischer Flagge: für die gleichen Zucht-Anlagen für Thunfisch, die gleichen Käufer und den gleichen japanischen Markt. Italien, Frankreich, Island, Spanien, Japan, China und Libyen haben im März 2010 den Vorschlag, um den Blauflossen-Thunfisch in die CITES- Liste aufzunehmen, verhindert. Eine Liste, in der mit Aussterben bedrohte Tierarten stehen, wodurch ein totales Fangverbot für diese Arten aufgestellt werden müsste. Die Mitsubishi Corporation, bekannt durch ihre Automarke, ist bei weitem der größte Importeur von Thunfisch mit einer eigenen Thunfisch-Flotte und Unternehmen, welche Thunfisch fett mästen. Mitsubishi fischt oft vor der algerischen Küste mit kilometerlangen Long Liners voll mit Haken. Algerische Statistiken über den Fang existieren nicht. Libyen meldet seit 2004 die Fänge nicht mehr. Die Türkei fischt Thunfisch ohne dafür erkannte Quoten erhalten zu haben. Kroatien manipuliert die offiziellen Fangziffern von Thunfisch. Illegal gefangener Thunfisch findet seinen Weg zu kaum kontrollierbaren Zucht-Anlagen für Thunfisch entlang der Küsten des Mittelmeeres. Die italienische Mafia scheint auch einen Anteil zu beanspruchen. Betrug und Täuschung fördern weiterhin die Plünderung von Thunfisch. Der Schwarzmarkt für Thunfisch, der außerhalb der Quoten gefangen und behandelt wird, befindet sich in Japan und führt zu Sushi- und Sashimi-Restaurants weltweit." Es handelt sich um pure Gier" meldet Roberto Mielgo, ein unabhängiger Experte beim WWF und bei Greenpeace.

Greenpeace fordert, dass Ver- und Umladen von Fisch im Meer in den internationalen Gewässern zu verbieten
pijlGreenpeace fordert, dass Ver- und Umladen von Fisch im Meer in den internationalen Gewässern zu verbieten, um diese illegalen Praktiken besser verhindern zu können…

Film: Die größte Thun-Fischerboot in der Welt

Verbraucher-Einkaufsorganisation bestätigt Tatsachen durch Testkauf

Thunfisch aus der Dose enthält zu viel Salz, Quecksilber und oft auch die nicht vermeldeten Reste Soja oder Allergene. Thunfisch ist schwer überfischt und der Thunfisch-Fang ist darüber hinaus sehr belastend für das gesamte Ökosystem. Die Fischer arbeiten selten unter geeigneten Arbeitsbedingungen. Thunfisch essen ist weder gut für den Thunfisch, noch für die Umwelt und Ethik.

Thunfisch-Fang vor der südspanischen Küste: Almadraba.

Beim Hochziehen der Ringnetze sieht es so aus, als ob das Meer zu kochen beginnt. Die Wasseroberfläche fängt an zu beben, Wellen entstehen. Die ersten metallischen Schatten erscheinen und schießen als meterlange Torpedos durch das Wasser, vergeblich nach einem Ausgang in den Netzen suchend. Plötzlich klingt, härter als das Geschrei und das Pfeifen der Flöte des Kapitäns, das Klappern der kräftigen Schwänze, mit denen der Thunfisch in Todesnot auf das Wasser schlägt. Unmittelbar danach regnet es Fische: die Gewalt der Schwänze lässt hunderte Makrelen, die sich zwischen dem Thunfisch befinden, durch die Luft fliegen. Klappernd landen die Makrelen auf dem Schiffsdeck. Daraufhin wird schnell Kurs Richtung Haushafen gesetzt. Dort warten bereits die japanischen Käufer, um die Fische zu überprüfen und zu ihren Frachtschiffen weiter zu senden. Es riecht nach Thunfisch auf der Anlegestelle des Fischerdorfes Barbate, westlich von Gibraltar. Sie heißt Almadraba, so nennt man dort den Thunfisch-Fang. Es ist die älteste und noch lebendige Fischertradition in der westlichen Welt: ein irdisches Ritual, welches bereits die Phönizier und Römer auf industrielle Weise ausübten. All dies scheint bald zu verschwinden. Kein Thunfisch mehr. Keinen Riesen-Thunfisch mehr. Weg… Diego Crespo, Direktor des Almadraba von Zahara de los Atunes, seufzt tief. Die Saison wurde vor drei Wochen eröffnet und bis jetzt befanden sich nur sieben Thunfische in den Netzen. Die Resultate der anderen drei Almadrabas, hier an der Südküste der Provinz Cadiz, sind ebenfalls keinen Grund für Fröhlichkeit. Das Resultat bisher: etwa 100 Thunfische, weiter nichts. "Es ist jedes Jahr weniger", sagt Crespo. "Wenn es so weitergeht, können wir es nicht mehr finanzieren." Selbst die hohen Preise, welche die Japaner bereit zu zahlen sind für den exklusiven "wilden" Blauflossen-Thunfisch der Almadraba sind nicht mehr ausreichend um die großen Teams der Fischer zu bezahlen.

Film: Sehen Sie die Mannschaft von dem Thun-Fischerboot in Aktion

Die ICCAT, die Thunfisch-Mafia

46 Länder, einschließlich der EU, sind Mitglieder der ICCAT, das ist ein internationales Gremium, welches den atlantischen Thunfisch, den Roten Thunfisch oder den Blauflossen-Thunfisch überwacht. Fangquoten, Minimumgewicht und eine eingeschränkte Fangsaison werden durch dieses Gremium festgestellt. In der Praxis jedoch scheint das Gremium eher ein Spielball der großen finanziellen Interessen im Thunfischfang zu sein. Die 'International Conspiracy to Catch all Tuna', mit diesem Namen ist die ICCAT inzwischen in der Thunfischwelt bekannt. Die Experten schätzen die Fänge im Mittelmeer in 2007 dreimal so hoch ein, als das Niveau, welches durch Wissenschaftler angegeben wird, um nachhaltige Fischerei zu betreiben. Die Umwelt- und Naturorganisationen sprechen über Schande bei diesen Entscheidungen. Wie so oft in Europa war das Problem, das alte Rechnungen zwischen Mitgliedstaaten beglichen werden mussten.

Film: Die Überfischung der Thunfisch, Haie und Albatrosse im Mittelmeer.

Thunfisch in Dosen: die Seychellen, das ISSF und WWF

Die zweitgrößte Thunfisch-Fabrik der Welt befindet sich auf den Seychellen. 400 t Fisch aus dem indischen Ozean wird täglich in Dosen gepresst. Nach Ansicht von Wissenschaftlern und Aktivisten wird es nicht mehr lange dauern, bis ein Boykott des Thunfisches aus dieser Region droht. Rund um die Seychellen wird ein fünftel des weltweiten Thunfisches gefangen. Die industrielle Fischerei zerstört den Zusammenhang der lokalen Bevölkerung. Das ist ein Grund für einen Boykott. Die International Seafood Sustainability Foundation (ISSF) ist ein Zusammenschluss von acht großen Handelsbetrieben und dem Weltnaturfonds (WWF), um den Sektor nachhaltiger zu gestalten. Trotzdem werden sowohl der Großaugen-Thunfisch, der Gelbflossen-Thunfisch und der Weiße Thunfisch in den meisten Gebieten überfischt. "Die Thunfisch-Industrie muss dafür sorgen, dass sie überlebt, indem sie sich für Nachhaltigkeit einsetzt", sagt Fox.

Sea sheperd startet Aktion gegen die Überfischung von Thunfisch

Paul Watson, Kapitän der Sea Shepherd, kämpft für den Thunfisch
pijlBrigitte Bardot mischt sich in den Konflikt vor der libyschen Küste. Ein Segelschiff, welches den Namen der Tierrechte-Aktivistin und ehemaligen Schauspielerin trägt, wird bald ins Kriegsgebiet der libyschen Gewässer fahren, um den illegalen Fang des Blauflossen-Thunfisches zu verhindern. Das Boot wird mit einem Team von 15 Mitarbeitern ein anderes Schiff der Umweltorganisation Sea Shepherd begleiten. Danach wird das Boot in Dänemark gegen das Töten von Delphinen protestieren. In der Antarktis wird die "Brigitte Bardot" dann weiterhin eingesetzt, um Walfische zu schützen.


Die Umweltorganisation Sea Shepherd hat eine Kampagne gegen den illegalen Fang von Blauflossen-Thunfisch im Mittelmeer gestartet. Die Kampagne läuft bis Mitte Juli, bei der unter anderem Aktionen in libyschen Gewässern ausgeführt werden, in der wahrscheinlich viele Wilderer aktiv sind. Die offizielle Fangsaison für den Blauflossen-Thunfisch im Mittelmeer läuft von Mitte Mai bis halb Juni, während dieser Periode steht der Fischfang ebenfalls unter strikten Begrenzungen durch internationale Quoten. Die Organisation teilt mit, alles im Rahmen der gesetzlichen Grenzen zu tun, um den bedrohten Blauflossen-Thunfisch zu schützen. Vor kurzem gab es noch ein Treffen in der Nähe von Malta zwischen Greenpeace und französischen Fischern. Seit dem Beginn des industriellen Fischfangs ist die Population des Blauflossen-Thunfisches im Mittelmeer mit mindestens 85 % vermindert.

Film: Sea Shepherd in Aktion (Blue Rage)

Thunfisch als Gradmesser über den Zustand des Fisch-Bestandes und Ökosystems der Meere Greenpeace Blauflossen-Thunfisch Aktion in der Türkei Thunfisch und ein großer Beifang Greenpeace, Verschiedene Arten Thunfisch, jedoch alle überfischt Thunfisch in Dosen: die Seychellen, das ISSF und WWF Die International Conspiracy to Catch all Tuna (ICCAT) die Thunfisch-Mafia Thunfisch Handel katastrophale Gesetzgebung und Auge zukneifen Kontrolle Giftige Sushi aus bedrohtem Thunfisch, schlechter ist unmöglich Thunfisch in Dosen: die Seychellen, das ISSF und WWF Schützen Sie den Thunfisch mit Amanprana Seafirst Sea sheperd startet Aktion gegen die Überfischung von Thunfisch Schützen Sie den Thunfisch Schneiden von dem Blauflossen-Thunfisch für Sushi Sehen Sie die Mannschaft von dem Thun-Fischerboot in Aktion Sea Shepherd in Aktion (Blue Rage) Speerfischen auf Blauflossen-Thunfisch (282kg)