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 Überfischung des Pazifiks, die Beraubung geht weiter

Die Menschen im Pazifik fischen schon seit Tausenden von Jahren im Ozean und verwalten die traditionellen Fischereigründe vernünftig. Zurzeit fängt eine Flotte von lokal stationierten Booten, Eigentum von ausländischen und lokalen Unternehmungen, ungefähr 200.000 Tonnen Thunfisch pro Jahr (10 Prozent des gesamten Fangs). Jedoch immer mehr industrielle hochgerüstete Fischerboote ziehen auf den Stillen Ozean und nehmen ungefähr 1.800.000 Tonnen Fisch (90 Prozent des Gesamtfangs) mit in die anderen Weltteile.

Industrielle Fischereiflotten haben ihre eigenen Fischereigründe ausgedünnt und sind beinahe zerstört. Anstatt zu akzeptieren, dass sie ihre Fischereikapazität reduzieren müssen, richten die Fischereiflotten ihre gierigen Augen auf den Stillen Ozean und auf Westafrika. Anstatt ihre Fänge und die Anzahl Boote zu verringern, damit sich ihre eigenen Fischereigründe wieder aufbauen können, ziehen Länder wie China, Korea, Taiwan, Japan, die USA und die EU einfach weiter zu den folgenden Fischereigründen - zum Stillen Ozean. Anstatt ihre eigenen Probleme zu lösen, bringen Fischereiflotten aus dem Norden nun ihre Probleme zu den noch verhältnismäßig gesunden Ozeanen im Süden.

Die Zukunft dieser Ozeane und die der Küstengemeinschaften, die von ihr abhängig sind, ist den skrupellosen Fischern mit einer wachsenden weltweiten Nachfrage nach beispielsweise Thunfisch immer mehr ausgeliefert. Sie fahren oft unter billigen Flaggen, was bedeutet, dass sie internationale Vereinbarungen umgehen. Das bedeutet auch oft, dass sie unter Flaggen von Ländern fahren, die keine internationalen Vereinbarungen unterzeichnet haben, was beispielsweise die Fischereikontingente betrifft. Der irische und größte Trawler der Welt, die Atlantic Dawn, stellt dafür das größte Beispiel dar. Die Europäische Union wies Irland darauf hin, dass ihre pelagische Flotte bereits 40% größer als vereinbart war. Sie erteilte keine Genehmigung. Daraufhin erhielt die Atlantic Dawn und die Veronica eine panamesische Flagge und sie konnten legal in mauretanischen Gewässern fischen.