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CO2-Emissionen sind die Ursache der enormen Übersäuerung der Weltmeere

Wissenschaftler sagen aus, dass die Emissionen von Kohlendioxyd eine niemals eher festgestellte Übersäuerung der Weltmeere verursachen.

Korallen und Meerestiere in der ganzen Welt sind durch die massive Übersäuerung des Meerwassers infolge der C02 Emissionen bedroht.
Korallen und Meerestiere in der ganzen Welt sind durch die massive Übersäuerung des Meerwassers infolge der C02 Emissionen bedroht.

Die Weltmeere werden immer saurer. Die Übersäuerung war im Laufe von 300 millionen Jahren noch nie so groß. Die Korallenriffe sind weltweit bedroht. Die Übersäuerung ist jetzt schon die Ursache des Aussterbens von 30% des Meereslebens. Wissenschaftler sagen vorher, dass die Übersäuerung bis zum Jahre 2100 mit 17% steigen wird.

Nach Meinung der Wissenschaftler sind die CO2-Emmissionen deutlich die Schuld des Menschen: durch menschlichen Aktivitäten werden den Weltmeeren täglich 24 millionen Tonnen CO2 zugefügt. Die Zufügung von so viel Kohlenstoff ändert die chemische Zusammenstellung des Wassers. Seit Anfang der industriellen Revolution wurden die Weltmeere 26% saurer. Prof. Jean-Pierre Gattuso, Forscher des französischen nationalen Prüfungsamtes CNRS sagt, dass die Übersäuerung heutzutage schneller als je in der geologischen Geschichte der Erde stattfindet.

Wissenschaftler sind darum über den Einfluss der Übersäuerung auf Korallenriffe und andere Lebewesen der Weltmeere sehr besorgt. Diverse Studien beweisen jetzt schon einen Verlust an Biodiversität von 30%. Die Wirkung der Übersäuerung ist momentan hauptsächlich in den arktischen und antarktischen Ozeanen sichtbar. Schalentiere und Skelette andere Meerestiere werden schneller beschädigt, wenn das Wasser saurer wird. Forscher sagen voraus, dass es im Jahre 2020 zehn Prozent weniger Schalentiere im arktischen Ozean geben wird. Es ist durchaus möglich, dass sie auf dem ganzen Nordpol bis zum Jahre 2100 komplett ausgestorben sind. Prof. Gattuso: "Wir sehen jetzt schon die Korrosion der Schalentiere und einiger Meeresschnecken im südlichen Ozean. Diese Schnecken sind eine wichtige Nahrungsgrundlage in der Nahrungskette: sie werden durch Fische, Vögel und Walfische aufgefressen. Wenn es keine Schnecken mehr gibt, wird die gesamte Nahrungskette zerstört."

Die Wissenschaftler warnen auch vor dem wirtschaftlichen Einfluss, wenn ganze Sorten Meerestiere verschwinden. Sie berechnen die Kosten für die Abnahme der Meeresweichtiere auf 130 Milliarden Dollar im Jahre 2100, wenn die Emissionen wie bisher zunehmen. Die Übersäuerung könnte eventuell durch die Zufügung alkalischer Stoffe an das Wasser, zum Beispiel mit gemahlenem Kalkstein, gehemmt werden. Die Wirkung wird jedoch nur begrenzt sein. Geschützte Meeresreservate sind ebenfalls nur eine zeitlich begrenzte Lösung. Langzeitig wird nur eine erhebliche Senkung der CO2-Emmissionen die Übersäuerung verzögern.

Zusammenfassung eines Artikels von Matt McGrath
BBC News http://www.bbc.co.uk/news/science-environment-24904143

 

 

 

Die Wirkung der Übersäuerung ist momentan hauptsächlich in den arktischen und antarktischen Ozeanen sichtbarWissenschaftler sind darum über den Einfluss der Übersäuerung auf Korallenriffe und andere Lebewesen der Weltmeere sehr besorgt