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Fischzüchtereien sind lokale Super-Verschmutzer

 

Aqua-Kultur ist eine Zuchtmethode, bei der Fische, Krustentiere und Muscheln künstlich in Teichen oder Bassins gehalten werden. Man benutzt abgeschlossene oder offene Käfige. Fast alle Fische und Krustentiere für den Konsum stammen heutzutage aus diesen künstlichen Züchtereien. Heilbutt in offenen Käfigen in Nordeuropa, Karpfen in geschlossenen Systemen in Mitteleuropa, Wels in geschlossenen Systemen in den Niederlanden, Aal wird u. a. gezüchtet in den Niederlanden, Forelle in Italien, Skandinavien und Frankreich, Stör in Frankreich, Deutschland und Belgien, Steinbutt zahlreich in Spanien, Tilapia fast in allen Ländern der Welt, Lachs in Norwegen, Schottland und Chili, Barsch in Griechenland, Türkei und Israel, Austern in Zeeland/Niederlande und in der Bretagne, Hummer in den Niederlanden und Muscheln in Zeeland/Niederlande und im Wattenmeer.

In tropischen Ländern werden auch in großen Mengen Garnelen gezüchtet. In vielen dieser Länder muss hierfür - um für die riesigen Zuchtbassins Platz zu machen - Mangrove-Wald abgeholzt werden. Fischzüchtereien richten verheerende Verwüstungen und Verschmutzung auf den dortigen Meeresböden an. Die umliegenden Küsten und Flussmündungen werden dadurch häufig von Unmengen an Meeresläusen aus diesen Züchtereien befallen.

Der Zuchtlachs ist nach einigen Generationen zu fetten, lustlosen Brocken geworden, der hauptsächlich im Dickwerden hervorsticht. Er schwimmt nicht mehr stromaufwärts in schnell strömenden Flüssen. Die Flüsse in Norwegen werden zur Vernichtung des Parasiten „Gyrodactylus salaris” mit dem Insektizid Rotenon behandelt, bzw. vergiftet. Ursache: Die Lachszüchtereien.