Fisch essen und Fischöl: gesund oder nicht?


Fisch essen und Fischöl: gesund oder nicht?

Ist der Konsum von Fisch und Fischöl wohl so interessant, wie es zunächst erscheint? "Nein", ist die resolute Reaktion von Dos Winkel, Unterwasserfotograf, Naturschützer und Autor des Buches "Was geht schief beim Fisch? Dos Winkel ist ebenfalls Autor über die Themen Fischöl – und neuerdings - das heulende Meer. Laut Winkel gibt es mehrere gute Gründe, sofort mit dem Konsum von Fisch und Fischöl zu stoppen.

Erstens: die globale Überfischung und die gigantischen Beifänge: global werden mehr als 40 Milliarden Kilo Fisch und andere Meerestiere – unter anderem Delfine und andere Kleinwale, Meerschildkröten und vor allem jede Menge Fische, die man nicht fangen durfte oder wollte - tot ins Meer zurückgeworfen. Dies ist eine unvorstellbare Schlachtung. Wenn dieses in der Natur über Wasser passieren würde, wäre die Menschheit entsetzt. Unter Wasser jedoch gilt: außer Sicht ist (also) auch aus dem Herzen. Von allen Raubfischen existieren nur noch etwa 10%. Wenn der Fang des Blauflossen-Thunfisches weiterhin, wie jetzt geschieht, fortgesetzt wird, ist die Art innerhalb kürzester Zeit ausgestorben. Geld ist die treibende Kraft hinter der Eleminierung des Lebens in den Ozeanen.

Jährlich werden mehr als 38 Milliarden Kilo Fisch gefangen, um verarbeitet zu werden... als Fisch-, Schweine- und Hühnerfutter. Schweine essen weltweit doppelt so viel Fisch in einem Jahr, wie alle Japaner und sechs Mal so viel Fisch, wie alle Amerikaner. Für ein Kilo Zuchtfisch wird zwischen 2 und 6 Kilogramm Wildfisch benötigt. Die Welt ist “up-side-down”.

Zuchtfisch war früher die Lösung zur Rettung der Ozeane vor dem Untergang. Jetzt ist genau das Gegenteil wahr. Gesunder Fisch oder gesundes Fischöl? Je fetthaltiger Fisch der Fisch ist, desto mehr Giftstoffe er enthält. Inzwischen beginnt der Verbraucher langsam zu verstehen, dass mehr als 100 Jahre Missbrauch der Ozeane als größte Müllhalde der Welt, Folgen für die Tiere hat, die in dem verschmutzten Wasser leben. Fisch und Fischöl sind praktisch ungenießbar geworden. Das Problem ist, dass in Europa wohl Höchstnormen für Dioxine, PCB, Methylquecksilber und andere gefährliche Stoffe angegeben werden, die Kombinationen der zulässigen Mengen von Toxinen in vielen Fällen jedoch zu allerlei Formen von Krebserkrankungen führen.
Siehe auch der kürzlich veröffentlichte Gift-Fisch-Führer (niederländisch):
http://www.eosmagazine.eu/Portals/0/Achtergrond/Eos%20-%20Viswijzer%201007.pdf

Auch Mangroven-Wälder stehen unter enormem Druck. Diese einzigartigen Naturreservate und Zuchtgebiete für Hunderte von Arten werden gefällt, um Garnelen- und Fischzüchtereien zu gründen. Nicht nur die Fischsorten, die in der üppigen Vegetation der Mangroven-Wurzeln aufwachsen können, werden durch das Verschwinden dieser Ökosysteme bedroht, sondern auch unter anderen Tierarten, die spezifisch für die Mangroven-Gebiete sind, gibt es sehr viele Schlachtopfer. Zum Beispiel ist auf Java ein typischer Milchstorch (Malaysischer Nimmersatt) praktisch ausgestorben.

Letztendlich ist heutzutage vielleicht wohl der Hauptgrund, mit dem Konsum von Fischen oder Fischöl zu stoppen: die Übersäuerung der Ozeane geschieht in einem viel schnelleren Tempo, als die Wissenschaftler je gedacht hätten. Diese Übersäuerung ist die Folge einer zu hohen CO2-Produktion. Die Ozeane nehmen 50% des CO2s auf, können es jedoch kaum noch verarbeiten. Dadurch übersäuert das Wasser und lösen sich alle Organismen, die Kalzium enthalten, langsam, aber sicher, auf. Nach Meinung der Wissenschaftler werden alle Korallenriffe in 2060 verschwunden sein. Die Kalkhäuser der Hydropolypen sind dann aufgelöst. Das Gleiche gilt für viele Arten pflanzlichen und tierischen Planktons, die sehr oft ein Kalkskelett haben. Plankton ist jedoch die Grundlage allen Lebens auf der Erde. Genauso wie die immer schneller verschwindenden Regenwälder (die CO2 aufnehmen und O2 abgeben) zugunsten von Soja- und Mais-Plantagen, dessen Ertrag als Viehfutter dient, löst sich jetzt auch das Plankton in den Ozeanen auf. Das pflanzlichen Plankton (Phytoplankton) ist nicht nur der wichtigste CO2-Absorbierer, sondern sorgt auch für mindestens 70% des Sauerstoffs auf der Erde. Ohne Sauerstoff stirbt jegliches Leben - so einfach ist das. In Fischkot befindet sich Kalciumkarbonat, ein wunderbarer Puffer gegen das übersäuernde CO2. Wir holen jedoch, für gut € 22 Milliarden Euro pro Jahr, alle Fische aus dem Wasser. Dadurch kann die Übersäuerung nicht gestoppt werden kann. Je mehr Fische im Meer und je weniger CO2 wir produzieren, desto länger wird der Mensch auf der Erde leben können.

Die Lösung

Da die Vieh-und Fleischwirtschaft verantwortlich für fast 20% aller Treibhausgase ist, kann eine der einfachsten Lösungen die drastische Reduzierung des Verbrauchs von Fleisch und das Stoppen des Konsums von Fisch sein. Natürlich müssen Fische wohl den 500 Millionen Menschen in den Ländern der Dritten Welt zur Verfügung stehen, sie haben keine andere Nahrung als Fisch. Leider fischt Europa gerade dort mit unseren Steuergeldern die Fische dieser Menschen weg. Natürlich gibt es noch viel mehr mögliche Lösungen, dafür verweise ich auf das Buch (niederländisch): "De Huilende Zee“ (das heulende Meer) von Dos Winkel (Frühling 2010) – Verlag Elmar, 29,95. Und was ist der Grund für den Konsum von Omega-3-Fettsäuren in Fisch und Fischöl? Für nur einen Liter Öl müssen mehr als 120 kg Fische sterben. Fische produzieren selber gar kein Omega-3, sie erhalten es nur durch ihre Ernährung. Diese Omega-3-Fettsäuren befinden sich in einigen Arten des Phytoplanktons, das sind einzellige Algen. Diese Algen können auf sehr einfache Weise gezüchtet werden. Wir brauchen also gar keine Fische! Und noch besser... pflanzliches Omega-3, zum Beispiel von Amanprana, ist viel besser für die Fische, besser gegen die Übersäuerung der Ozeane und besser für die menschliche Gesundheit. Okinawa Omega von Amanprana liefert Ihnen die Omega-3-Fettsäuren, ohne die Nachteile von Fischöl. Danny Haelewaters http://dannyhaelewaters.blogspot.com/ Einen kurzen Film über die Übersäuerung der Ozeane finden Sie hier: http://www.greenpeace.org/international/en/multimedia/videos/Ocean-Acidification-in-a-nutshell-/

Danny Haelewaters: http://dannyhaelewaters.blogspot.com

Einen kurzen Film über die Übersäuerung der Ozeane finden Sie hier:
http://www.greenpeace.org/international/en/multimedia/videos/Ocean-Acidification-in-a-nutshell-/