![]() Foto: Dos Winkel |
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Fischöl, chemischer Lagerplatz der Weltmeere |
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Esbjerg, der größte Hafen an der dänischen Nordseeküste, wo ständig ein ungeheuerer Gestank hängt, der von den gigantischen 999-Fischmehlfabriken kommt. Die Arbeiter lassen eine riesengroße Vakuumpumpe in den Laderaum eines riesigen Trawlers sacken. Milliarden von kleinen Fischen (Blauer Merlan) werden daraufhin in einem gigantischen, industriellen Prozess verarbeitet, in dem sie zerquetscht, fein gestampft und gekocht werden. Das Ganze wird danach aufgeteilt in Öl und in Fischmehl-Pellets. Das Fischmehl ist bestimmt für Schweine, Federvieh und Lachszüchtereien, für die Margarineindustrie und für die Lack- und Farbenhersteller. Es werden so viele kleine Fische gefangen, dass Überschuss herrscht. Warum? Weil Lachszüchtereien heutzutage auf der Suche nach Quellen an pflanzlichen Eiweißen und Omega-Fettsäuren sind. Weil der Blaue Merlan zu verschmutzt ist. Wo liegt die Lösung für die 999-Fabriken? Ein Teil des Fischöls wird als Brandstoff für Kraftzentralen genutzt.
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