Von
der 'Méthode Champenoise’ zur ‘Méthode
Traditionnelle’
Josep Maria Pujol-Busquets, Eigentümer von Privat und einer
der Partner von Parxet zufolge, liegt der Erfolg eines Qualitäts-Cava
an einer ganz einfachen Tatsache: “Cava wird nach der traditionellen
Methode Champenoise hergestellt.” Seit 1994 ist der Name ‘Méthode
Champenoise’ gemäß europäischen Rechts eine
geschützte Bezeichnung, die nur in Champagnergebieten genutzt
werden darf. Doch musste gemäß der spanischen Gesetzgebung
der ‘Méthode Champenoise’ entsprechend erzeugt
werden. Durch die europäischen Verordnungen muss nun für
Cava die gesetzlich geschützte Bezeichnung ‘Méthode
Traditionnelle’ genutzt werden, was eigentlich das gleiche
bedeutet.
Champagner und Cava müssen mindestens 9 Monate in derselben
Flasche fermentieren/reifen, bevor man zum Degorgieren und zu erneuter
Verkorkung übergehen darf. Die besseren Cavas haben eine längere
Reifezeit, um der Herkunftsbezeichnung Consejo Regulador DO Cava
entsprechen zu dürfen. Reservas haben eine Reifezeit von 18
Monaten und Gran Reservas von mindestens 24 Monaten. Einige spezielle
Cuvées haben sogar eine noch längere Reifezeit.
Es gibt auch nur 160 Gemeinden, die heute offiziell Cava erzeugen
dürfen. Es geht darum, die Regeln des Consejo regulador de
Cava zu befolgen. 95% des Cava wird im Weindistrikt von Penedès
produziert, westlich von Barcelona. Die wichtigste Cava-Stadt ist
Sant Sudurni D’Anoia, wo 40% der 10.000 Einwohner auf dem
Cava-Sector beschäftigt sind. Hier ist auch Cordorniu und Freixenet
zu Hause (weltweit der größte Schaumweinproduzent und
größte Weinexporteur Spaniens).
Nur Schaumweine aus anerkannten Gebieten, die nach der traditionellen
Methode hergestellt worden sind, dürfen den Namen Cava tragen
und ihre Korken mit einem Logo mit 4-Punkt-Stern versehen. 55% aller
Cavas wird zu den Festlichkeiten des Jahreswechsels verkauft.